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Auf Initiative des Vereins: IRRE MENSCHLICH e.V. und Dr. Thomas Bock, öffnete die Psychiatrie am Mittwoch, 27. Juni diesen Jahres ihre Türen für Schüler und Lehrer. In Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden hatten die Schüler und Schülerinnen Gelegenheit, mit Betroffenen, Angehörigen und Ärzten und Therapeuten, das Leben mit der Krankheit, die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten kennen zu lernen. Unter anderem wurden Schizophrenie, Angsterkrankungen, Psychosen, Depressionen und Zwangsstörungen vorgestellt. Gerne war ich bereit, in einem Workshop die Zwangsstörungen und meine Erfahrungen als Betroffene vorzustellen. Frau Dipl.-Psych. Dr. Susanne Fricke vom UKE-Hamburg, unterstütze mich dabei tatkräftig. 40 Schüler und Schülerinnen stellten Fragen, probierten aus, wie es ist, immer wieder die Tür kontrollieren zu müssen, oder ihre Papiere und Stifte auf dem Tisch ständig zu ordnen. Diesmal bemerkte ich erfreut, dass viele Schüler schon von Zwängen gehört hatten, denn sie nannten Beispiele; wie häufiges Duschen, Kontrollieren, Zählen usw.. Sollte das vielleicht mit der starken Präsenz der Zwänge in den Medien, zu zusammenhängen? Nach anderthalb Stunden, nach lebhaften Fragen und Antworten gingen wir auseinander. Danken möchte ich besonders Frau Dr. Fricke für ihre fachliche Unterstützung, und dem Verein Irre Menschlich e.V. für diesen sehr gelungenen Tag. Ich hoffe Veranstaltung wie diese werden noch oft stattfinden und auch in anderen Städten und Regionen Schule machen... Denn nur so können Vorurteile und Ängste langfristig in der Gesellschaft gegenüber psychisch kranken Menschen abgebaut werden. Ich bin beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder mit dabei. Antonia Peters |