Herzlich Willkommen bei der
Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V.

20 Jahre
1995 bis 2015

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Zwangsstörungen und das Dschungelcamp – Eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen (DGZ e.V.)

Das Thema Zwangsstörungen hat in den letzten Tagen ein selten gekanntes mediales Interesse auf sich gezogen. Anlass ist die Teilnahme von Hanka Rackwitz, die sich seit eineinhalb Jahren in der Öf-fentlichkeit zu ihrer Zwangsstörung äußert, an der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!".

Frau Rackwitz zeigt hier zum einen Verhaltensweisen von Zwangspatienten, die vielen Außenstehen-den bizarr und nicht nachvollziehbar erscheinen. In der öffentlichen Diskussion entstehen in der Fol-ge teilweise unreflektierte Abwertungen und ein Anzweifeln der Zwangsstörung. Die an sich sehr sensible Thematik und bei vielen Betroffenen ein großes Leiden hervorrufende Erkrankung wird so zum Gegenstand genau der Abwertungen, die viele Betroffene fürchten. Gleichzeitig sehen sich viele Zwangspatienten durch die offensive und aufmerksamkeitsheischende Darstellung der Zwangser-krankung nicht repräsentiert und sorgen sich um das Entstehen weiterer Zerrbilder über die Zwangs-störung in der Öffentlichkeit.

Die Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen (DGZ) setzt sich als Verein für die Belange der Be-troffenen ein und möchte klarstellen, dass eine Zwangsstörung eine ernstzunehmende Erkrankung darstellt, bei der eine fachlich fundierte therapeutische Hilfe erforderlich ist. Die Teilnahme von Frau Rackwitz im Dschungelcamp beruhte auf ihrer eigenen Entscheidung und wurde nicht mit Prof. Vo-derholzer (oder einem anderen Mitglied der DGZ) abgestimmt.

In der DGZ haben sich Betroffene, Angehörige, Ärzte, Psychotherapeuten und Wissenschaftler zu-sammengetan, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen allen unter einer Zwangsstörung Leidenden zu-gänglich zu machen. Experten sind sich einig darüber, dass die Verhaltenstherapie die Methode der 1. Wahl ist, um Zwänge in den Griff zu bekommen. Sie bietet gute Chancen, dass die Betroffenen lernen, wieder einen von Zwängen weitgehend befreiten Alltag zu leben.

Die Konfrontationsbehandlung stellt dabei ein zentrales Element der Therapie dar. Sie ist jedoch nicht mit den Ereignissen im Dschungelcamp zu vergleichen. Sie erfolgt im Rahmen einer fachlich fundierten Therapie nach einer gemeinsamen Erarbeitung der Therapieziele, auf der Grundlage einer freiwilligen Entscheidung des Patienten, sie erfolgt schrittweise und im Idealfall mit Unterstützung des Therapeuten.

Abschließend sei noch auf eine begriffliche Ungenauigkeit hingewiesen. In der Diskussion um Frau Rackwitz fällt immer wieder die Bezeichnung „Psychosen“. Zwangserkrankungen sind jedoch nicht mit einer Psychose gleichzusetzen. Anders als bei einer Psychose wissen die Betroffenen in der Regel, dass ihre Befürchtungen und Verhaltensweisen übertrieben oder absurd sind. Dennoch ist die An-spannung so groß, dass sie die Zwangsrituale nicht oder nur sehr schwer unterdrücken können.

Seit 1995 informiert, unterstützt und berät die Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. Rat-suchende, bietet neben Informationsmaterial eine Telefonberatung an (Mo-Fr. 10-12 Uhr) und ver-mittelt Therapeuten und Kliniken, die sich auf die Behandlung von Zwangsstörungen spezialisiert haben.

Im Namen des Vorstandes der DGZ und des Vorstandes des Wissenschaftlichen Beirates

 


 
 

Liebe Besucher unserer Homepage

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der seit mehr als 20 Jahren Menschen mit einer Zwangsstörung auf ihrem Weg aus dem Zwang unterstützt. Wir vermitteln Betroffenen, deren Angehörigen und Behandlern Informationen über diese häufig im Verborgenen gelebte Erkrankung.
In der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen haben sich Betroffene, Angehörige, Ärzte, Psychotherapeuten und Wissenschaftler zusammengetan, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen allen unter einer Zwangsstörung Leidenden zugänglich zu machen. Wir wollen, dass Menschen mit einer Zwangsstörung nicht auf zweifelhafte Informationen und Angebote im Internet zurückgreifen müssen. Experten sind sich einig darüber, dass die Verhaltenstherapie die Methode der Wahl ist, um Zwänge in den Griff zu bekommen. Eine Verhaltenstherapie bietet gute Chancen, dass Zwänge nicht mehr das Leben der Betroffenen bestimmen und die Betroffenen einen von Zwängen befreiten Alltag leben können.
Um unsere kostenfreien Serviceleistungen für Zwangserkrankte und deren Angehörige sicherstellen zu können, sind wir auf Beiträge und Spenden angewiesen. Wir würden uns über Ihren Beitritt, die Bestellung eines Abos der Z-aktuell oder Ihre Spende sehr freuen. mehr=>

Unsere Kontaktdaten: Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V.
Postfach 70 23 34 - 22023 Hamburg - Telefon: (040) 689 13 700
Allgemeine Sprechzeit: Montag bis Freitag von 10:00 bis 12:00 Uhr


 
 

Studien zu Zwangsstörungen

An der CDS-Münster und der Uni-Münster, der Uniklinik Tübingen und der Klinik Köln-Holweide (10/2016), den Universitäten Leipzig und Marburg (07/2016), der Uniklinik Köln (06/2016), den Unikliniken Bonn und Berlin (04/2016), der Universität Münster, der Uniklinik Freiburg (02/2016), der HU-Berlin (11/2015), und der HU-Berlin (04/2015) finden Studien zu Zwangsstörungen statt. Betroffene sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. mehr=>>


 
 

Newsticker Veranstaltungen:

15.03.2017  Vortrag in 49291 Telgte
06. + 07.05.2017  SHG-Bundestreffen in Hamburg
29.09.2017  21. Jahrestagung der DGZ in Köln
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Berichte über ...:
DGZ-Jahrestagung München 10/16
Selbsthilfegruppen-Bundestreffen 06/16
DGZ-Jahrestagung Prien 09/15
Werden die S3-Leitlinien erstgenommen?
Selbsthilfegruppen-Bundestreffen 05/15
DGZ-Jahrestagung Bad Bramstedt 09/14
Selbsthilfegruppen-Bundestreffen 06/14
DGZ-Jahrestagung München 10/13
DGZ-Jahrestagung Münster 09/12 mit Vortragsfolien
DGZ-Jahrestagung in Köln 10/11
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Selbsthilfe tut gut

Als Ergänzung zur Psychotherapie können Selbsthilfegruppen einen hilfreichen Beitrag leisten, um Zwänge zu bewältigen. Selbsthilfegruppen sind auch ein wichtiger Teil des Gesundheitssystems, weil sie z.B. zur Aufklärung über die Störung beitragen und dem Austausch unter Betroffenen dienen. Wenn Sie sich über die Ziele und die Arbeitsweise von Selbsthilfegruppen informieren möchten oder in unserer SHG-Liste nachschauen wollen, ob es in Ihrer Region eine Selbsthilfegruppe zu Zwängen gibt, finden Sie hier mehr=>.
Und hier=> ein kleiner und netter Film zur Selbsthilfe: Vielen Dank für das Gespräch! von NAKOS.


 
 

S3-Leitlinie Zwangsstörungen

Nach jahrelanger Arbeit ist 2013 die S3-Leitlinie Zwangsstörungen der DGPPN offiziell veröffentlicht worden. Diese Leitlinie ist ein auf höchstem wissenschaftlichen Nivau gründendes Empfehlungswerk über Diagnose und Therapie der Zwangsstörungen. Die Texte der Leitlinie finden Sie hier==>. Auszüge der Leitlinie, die wir in unserer Zeitschrift Z-aktuell (Ausgabe 2/2013) veröffentlicht hatten, können Sie mit diesem Bestellschein bei uns beziehen.


 
 

Therapeuten gesucht
Wenn Sie als psychologischer oder ärztlicher Psychotherapeut Interesse an der Behandlung von Zwangsstörungen haben, nehmen wir Sie gerne in unsere Liste der Therapeuten auf. Hier der Link zu unserem Fragebogen für Therapeuten. mehr=>>


 
 

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Förderung der Selbsthilfe nach § 20 c SGB V
Als Bundesorganisationen der Selbsthilfe haben wir im Jahr 2016 pauschale Fördergelder der gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von 21.000,00 Euro erhalten. Ohne diese Zuwendungen wäre unsere Arbeit nur halb so erfolgreich gewesen. Unser herzlicher Dank gilt namentlich diesen Krankenkassen und Verbänden: Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), AOK-Bundesverband (GbR), BKK-Dachverband e.V., IKK e.V., Knappschaft, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.


 

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