Forschung aktuell

Studie zur telemedizinischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Zwangsstörung am Universitätsklinikum Tübingen (08/2022)

Telemedizinische Interventionen ermöglichen den Zugang zu professioneller Verhaltenstherapie im häuslichen Umfeld der Patienten, wo die Symptome häufig am stärksten auftreten. Im Rahmen einer Vorstudie wurde die Wirksamkeit eines onlinebasierten Therapieansatzes bei Kindern und Jugendlichen mit Zwangserkrankungen gezeigt. Nun soll in unserer Folgestudie mit Hilfe von modernster Sensortechnologie der Zusammenhang von Angst- und Stressreaktionen sowie Vermeidungsverhalten bei Zwängen erfasst werden, um die Behandlung individuell an den jeweiligen Patienten anpassen zu können.

Das besondere bei dieser Behandlung ist, dass alle Therapiesitzungen in Form von Videokonferenzen über das Internet erfolgen. Zusätzlich bekommen die Jugendlichen technische Geräte für die Therapie zur Verfügung gestellt, wie ein Tablet, eine Datenbrille, Bewegungssensoren und einen Brustgurt. Eine speziell für die Studie entwickelte App, in der täglich die Symptome der Zwangsstörung und die Befindlichkeit erfasst werden, kommt ebenfalls zum Einsatz.

Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren, bei denen eine Zwangsstörung vorliegt und die Freude am Umgang mit modernster Technik haben. Die Diagnostikuntersuchung findet vor Ort in Tübingen statt. Die weiteren 14 Therapiestunden erfolgen über ein Telefonkonferenzsystem von zu Hause aus. Dadurch können auch Patienten an der Studie teilnehmen, die nicht in Tübingen und Umgebung leben.

Ansprechpartner ist Herr Dipl.-Psych. Karsten Hollmann, E-Mail: zwangsstudie@med.uni-tuebingen.de

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Onlinebefragung der Universität Potsdam zu zwangstypischen Situationen (05/2022)

Ziel der Studie ist es zu erfassen, was sich durch eine Psychotherapie an Ihren Zwangssymptomen verändert hat. Die Befragung dauert ca. 20 Minuten. Es werden typische zwangsbezogene Situationen präsentiert. Anschließend werden hierzu Fragen gestellt, zum Beispiel, was Ihre Gedanken zu der Situation sind, und was Sie in der Situation tun würden. Frau PD Dr. Franziska Kühne und Frau Lea K. Hobrecker – freuen sich über Ihre Teilnahme an der Studie=>

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: lea.kathrin.hobrecker@uni-potsdam.de

Studie zu digital unterstützter Exposition bei Patienten mit Zwangsstörung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (05/2022)

Die Arbeitsgruppe klinische Neuropsychologie (Leitung: Prof. Dr. Steffen Moritz und Prof. Dr. Lena Jelinek) des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) untersucht in einer Studie die Wirksamkeit und Machbarkeit von digital unterstützter Expositionstherapie in gemischter Realität (Mixed Reality) bei Menschen, die an Waschzwängen leiden.

Gesucht werden Teilnehmende mit Waschzwängen, welche an der Studie vor Ort teilnehmen können. Für weitere Informationen nutzen Sie bitte den folgenden Link:

Waschzwänge (Gemischte Realität)

Kontakt auch über die Studienkoordination Luzie Lohse, Telefon: (040) 7410-55868, E-Mail: lu.lohse@uke.de

Onlinestudie des Universitätsklinikums Heidelberg zur Trichotillomanie (05/2022)

In einer Onlinestudie untersucht das Universitätsklinikum Heidelberg Verhaltensmuster und Einflussfaktoren im täglichen Leben bei Trichotillomanie (zwanghaftes Haare ausreißen). Das Hauptsymptom der Trichotillomanie ist das wiederkehrende Ausreißen der eigenen Haare (z.B. an Kopfbehaarung, Wimpern, Augenbrauen), das trotz negativer Konsequenzen nicht unterlassen werden kann. Mehr=>

Studie der Universität Köln zu Erfahrungen, Einstellungen und Gewohnheiten von Menschen mit Trichotillomanie bezüglich ihrer Haare, persönlicher und professioneller Haarpflege (05/2022)

Im Rahmen dieser Studie wird untersucht, ob die Ergebnisse zu einem besseren Verständnis für spezifische persönliche und professionelle Haarpflegebedürfnisse von Betroffenen führen und ob darauf basierend Haarpflegeinterventionen entwickelt werden können, die Menschen bei dem Umgang mit ihrem Haareziehen unterstützen können.

Wenn Sie Interesse haben, bei diesem Projekt mitzumachen und Ihr Haareziehen, Haarereißen, Abbrechen oder Abschneiden auch die Kopfhaare mit einbezieht, geht es hier direkt zur Studie=>

Studie zur Verbesserung ambulanter Angebote am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf – Psychotherapie bei Zwangsstörungen (08/2021)

Als sehr wirksam hat sich bei Zwangsstörungen die sogenannte Expositionstherapie erwiesen. Dies ist eine psychotherapeutische Behandlung, in der Menschen lernen sich ihren Ängsten zu stellen und so besser mit ihren Gefühlen umzugehen. Diese Therapieform wollen wir – Prof. Lena Jelinek, Dr. Sarah Liebherz und Dr. Michael Reininger – in einer aktuellen Studie am Institut für Psychotherapie (IfP) in Hamburg untersuchen mit dem Ziel sie weiter zu verbessern. Im Rahmen der Studie erhalten Sie eine psychotherapeutische Behandlung. Dies beinhaltet zunächst eine Expositionstherapie, im Anschluss werden Sie entweder an einer Fertigkeiten orientierten (z. B. Übungen zur Steigerung der sozialen Kompetenz) oder einer Therapie mit dem Fokus auf nicht bewusste, in der eigenen Lebensgeschichte begründete Prozesse teilnehmen (Zuteilung nach Losverfahren). Genauere Informationen erhalten Sie hier=>

Interessierte wenden sich bitte an die Ambulanz des Instituts für Psychotherapie (IfP): Tel.: +49 (0) 40 7410 – 55755 (Dienstag 11 bis 12 Uhr; Donnerstag 13 bis 14 Uhr)

Studie zur Erforschung einer Achtsamkeitsapp an der KJP des UK-Dresden (03/2019)

Die KJP des Uniklinikums Dresden untersucht in einer zweiteiligen Studie, die Verarbeitung von Emotionen, welche an der Entstehung von Zwangsstörungen beteiligt sein könnten.
Projektteil 1 (REDO mit Achtsamkeitstraining) untersucht, inwieweit Kinder und Jugendliche mit Zwängen bestimmte Emotionen anders verarbeiten als nicht-betroffene Jugendliche, welche Hirnregionen dabei aktiviert sind und die Veränderbarkeit durch ein 8-wöchiges Achtsamkeitstraining (per Smartphone-App). Die Teilnehmenden erhalten eine Aufwandsentschädigung von 90,-€.
Projektteil 2 (MindApp): Es besteht die Möglichkeit, an einer Wartekontrollgruppe teilzunehmen: Hierbei müssen Fragebögen ausgefüllt und ein Interview durchgeführt werden (komplett online möglich ist). Die Achtsamkeitsübungen sind nach der Studienteilnahme möglich. Diese Option ist vor allem für Personen, welche nicht in Dresden oder der Umgebung leben, interessant. Die Teilnehmenden erhalten eine Aufwandsentschädigung von 40,-€ und eine Achtsamkeits-App der Wahl. Für diese Studie werden interessierte Jungen und Mädchen im Alter von 9-19 Jahren gesucht, welche von einer Zwangsstörung betroffen sind.
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Bei Interesse melden Sie sich gern unter: KJPForschung@ukdd.de